World Scientific Congress of Golf XI 2024

Adjusting the Putt Distance on Inclined Surfaces with respect to a Flat Putt

Loughborough University · Paul Jordan PhD

Paul Jordan, Mitentwickler der Puttalyze-App, hielt beim WSCG-Kongress in Loughborough einen Vortrag mit dem Titel „Adjusting the Putt Distance on Inclined Surfaces with respect to a Flat Putt" – ein einheitlicher Ansatz zur Längenkontrolle beim Putten.

Er ist das Ergebnis einer spannenden Zusammenarbeit von drei Fachleuten mit Leidenschaft für Golf und Wissenschaft: Golfprofessional Henrik Jentsch, Sportwissenschaftler Paul Hurrion von Quintic und Paul Jordan, ein Wissenschaftler im Ruhestand und begeisterter Golfer.

Viele Methoden versprechen eine bessere Längenkontrolle beim Putten, aber nicht alle sind gleich wirksam oder wissenschaftlich fundiert. Ziel der Zusammenarbeit war ein einheitliches, wissenschaftlich begründetes Konzept, das theoretisch solide und zugleich praktisch für Golfer aller Spielstärken anwendbar ist. Es verbindet jahrelange Berufserfahrung, moderne wissenschaftliche Analyse und ein tiefes Verständnis der Mechanik des Puttens – und könnte ein bedeutender Schritt nach vorn sein.

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Adjusting the Putt Distance on Inclined Surfaces with respect to a Flat Putt

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Dr. Paul Jordan · WSCG 2024, Loughborough University

Geschichte

Alles begann vor etwa 15 Jahren: Mir fiel auf, dass es keine Konzepte für die Längenkontrolle beim Putten gab. Es gab zwar sportwissenschaftliche Studien (Penner 2002, Grober 2011, …), doch deren mathematische Berechnungen waren für den durchschnittlichen Golfer schwer verständlich. Außerdem kursierten unzählige seltsame, esoterische und teils widersprüchliche Theorien zum Putten, die, wie wir heute wissen, nicht hilfreich waren (z. B. wie weit der Ball am Loch vorbeirollen soll, wenn er nicht fällt – die Meinungen reichten von 20 cm bis 50 cm. Heute wissen wir: Das hängt von Parametern wie Grüngeschwindigkeit und Neigung ab).

Vor zwei Jahren fragte ich meinen Schüler Paul, wie sich ein Höhenunterschied auf dem Grün auf die Länge eines Putts auswirkt (ich wusste, dass Paul in einem früheren Leben Physik studiert hatte). Er entwickelte eine einfache Lösung für mich. Neugierig wie ich bin, wollte ich noch mehr wissen: Können wir auch die Neigung des Grüns berücksichtigen? Was ist mit unterschiedlichen Zielgeschwindigkeiten? Welche Zielgeschwindigkeit ist eigentlich die beste? Welchen Einfluss hat die Grüngeschwindigkeit? Und so weiter … Paul entwickelte nach und nach Methoden, um Puttlinien auf Basis der Physik eines rollenden Balls unter Schwerkraft und Reibung zu berechnen, und programmierte eine erste Anwendung zur Simulation und grafischen Darstellung.

Das Ergebnis begeisterte mich, und wir beschlossen, daraus eine App zu entwickeln. Da keiner von uns Erfahrung mit kommerziellen Apps hatte, arbeiteten wir zunächst mit Studierenden der EPFL in Lausanne zusammen, die eine erste Android-App erstellten. Für die Studierenden war es eine großartige Gelegenheit, an einem echten Projekt zu arbeiten, und sie übertrugen Pauls anspruchsvollen Algorithmus hervorragend von R nach JavaScript.

Es fehlte aber noch die Funktionalität, die man heute von einer kommerziellen App erwartet, und die App lief nur auf Android. Deshalb beauftragten wir schließlich ein Unternehmen, das die nötigen Funktionen ergänzte, die App für Apple verfügbar machte und Pauls Algorithmus unverändert ließ.

Die App mit den Konzepten „Aim Point" und „Distance Point" ist als Teil eines ganzheitlichen Trainingskonzepts gedacht, das auf unserer Website mit zahlreichen Abbildungen und Videos erklärt wird.

Henrik